Im Gespräch mit Christian Albrings und Steffen Müller

Wir möchten Euch zunächst gerne kennenlernen - stellt Euch doch bitte kurz vor.

Albrings: Ich heiße Christian Albrings und bin 41 Jahre alt. Mich selbst würde ich als Frühaufsteher bezeichnen, der gerne Zeit mit seiner Familie und im Garten daheim verbringt. An der Universität Stuttgart habe ich Bauingenieurwesen und Architektur studiert und im Anschluss zehn Jahre bei einem technischen Projektmanager in verschiedenen Positionen gearbeitet: Vom Werkstudenten bis hin zum Geschäftsführer durfte ich dort alle Funktionen begleiten. Der Wunsch nach unternehmerischer Freiheit konnte aber mit keiner dieser Funktionen befriedigt werden, sodass Steffen Müller und ich uns im Oktober 2015 selbständig machten. 

Müller: Mein Name ist Steffen Müller. Ich bin 36 Jahre alt und gehöre mit meinem Studium der BWL und der Ausrichtung Corporate Finance zu den klassischen Betriebswirten. Nach dem Studium habe ich bei einem großen Immobilienberater die kaufmännische Immobilienberatung aufgebaut. Dort haben Christian und ich uns auch kennengelernt. Privat bin ich begeisterter Bergsteiger. Das Gefühl von Freiheit, das man dabei spürt, ist mir generell im Leben sehr wichtig. Vermutlich hat das auch mit der Tatsache zu tun, dass ich aus einer Unternehmer-Familie stamme. Seit ich denken kann, ging es bei uns am Esstisch irgendwie immer um Business.

Albrings: Ja, das war in meiner Kindheit und Jugend genauso. Dieses unternehmerische Denken bewirkt auch, dass weder Steffen noch ich eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit vornehmen. Es ist einfach immer Lebenszeit. Und die versuchen wir immer bestmöglich zu nutzen.



Wir legen großen Wert auf Weiterentwicklung – das betrifft das Unternehmen, das betrifft aber auch jeden Einzelnen.

Wie ist denn die Idee von albrings + müller entstanden?

Müller: Ich denke, uns beiden war irgendwie schon immer klar, dass eine Anstellung – in welcher Form auch immer – für uns keine langfristige Perspektive sein kann. Und bereits bei unserem vorherigen Arbeitgeber haben wir entdeckt, wie wichtig die Kombination aus kaufmännischem und technischem Know-how, so wie wir sie verkörpern, für die Immobilienwelt ist.

Das war dann auch der Anreiz für Euch, zu gründen?

Müller: Auf jeden Fall! Wir wollten für unsere Kunden mithilfe unseres interdisziplinären Verständnisses zur Seite stehen und stets qualitative und innovative Lösungsansätze erarbeiten. Außerdem ging es bei unserer Gründung um Freiheit: Freiheit steht bei uns beiden immer ganz oben – bei allem, was wir tun. Für uns war ein weiterer wesentlicher Treiber, gerade diese Freiheit zu maximieren und unsere eigenen Vorstellungen verwirklichen zu können.

Albrings: Ich hatte zudem ein Schlüsselerlebnis: Wegen eines Umbaus im Haus bin ich auf den Hochzeitsordner meiner Frau und mir gestoßen. Der Pfarrer hatte uns damals gefragt, was unsere Ziele im Leben seien. Und nun konnte ich in diesem Ordner schwarz auf weiß lesen, dass ich unter „mittelfristige Ziele“ auch „Selbstständigkeit“ aufgeschrieben hatte. Da ist es mir auch nochmal verstärkt bewusst geworden, dass es wirklich Zeit wurde, das umzusetzen. Man muss sich bei der Selbständigkeit aber auch dem bewusst sein, dass mit der erworbenen Freiheit natürlich auch eine große Verantwortung einhergeht. 

Müller: Größere Verantwortung und auch weniger Sicherheit. Damit muss man auch umgehen können, das ist unternehmerisches Risiko – sozusagen der Preis für die Freiheit.

Wie versucht Ihr, Euren Angestellten ebendiese Freiheit zu ermöglichen?

Müller: Wir haben keine Angestellten, wir haben Mitarbeiter.

Und wie zeigt sich dies im Arbeitsalltag?

Müller: Die Arbeit bei albrings + müller ist maßgeblich geprägt durch eine Vertrauensbasis – sowohl untereinander als auch gegenüber unseren Mitarbeitern – und durch maximale Freiheitsgrade. Wir haben flache Hierarchien und arbeiten gemeinsam in flexiblen Gruppen und Teams, in denen jeder seine Kompetenzen und Qualitäten mit einbringen kann. Es mag etwas abgedroschen klingen, aber trotz der Sicherheit, die wir unseren Mitarbeitern selbstverständlich bieten, erwarten wir auch von jedem hier eine gewisse unternehmerische Haltung.

Albrings: Dazu gehört auch der schonende Umgang mit Ressourcen, auch den eigenen. Unsere Mitarbeiter sollen ausgewogen arbeiten und sich dabei weiterentwickeln. Nur so können sie auch langfristig Leistungen erbringen. Das ist uns sehr wichtig, denn das ganze Unternehmen besteht ja aus nichts anderem als den Mitarbeitern. Alles was hier bei uns passiert, passiert in den Köpfen unserer Mitarbeiter. Sie sind unser wichtigstes Unternehmensgut und haben daher auch den höchsten Stellenwert.



Größere Verantwortung und auch weniger Sicherheit, das ist unternehmerisches Risiko – sozusagen der Preis für die Freiheit.

Die Gründung von albrings + müller im Herbst 2015 liegt inzwischen ja schon ein paar Jahre zurück. Wie lief das damals ab?

Albrings: Die aktive Geschäftstätigkeit haben wir am 1. Oktober 2015 aufgenommen – im operativen Bereich waren wir damals zu viert, unterstützt wurden wir von Praktikanten und unserer Assistentin. Diesen Zeitpunkt haben wir dabei nicht zufällig gewählt, denn Anfang Oktober findet schließlich immer die Expo Real, die internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, statt. Hier konnten wir unsere Geschäftstätigkeit der Öffentlichkeit vorstellen und hatten daraufhin direkt im ersten Quartal eine Menge Anfragen.

Hat Euch diese große Resonanz direkt nach der Unternehmensgründung nicht verwundert?

Müller: Natürlich haben wir albrings + müller nicht blauäugig gegründet. Wir beide waren schon lange Zeit in der Immobilienbranche unterwegs und konnten uns auf ein gutes Netzwerk verlassen. So haben wir dann zum Glück wirklich einen guten und schnellen Marktzugang gefunden und auch viel Unterstützung erfahren.

Albrings: Ja, das kam uns auf jeden Fall zugute. Im Februar 2016 hatten wir uns personell bereits so vergrößert, dass es notwendig wurde, unsere Bürofläche zu verdoppeln. 

Wie hat sich albrings + müller seither entwickelt?

Albrings: Zu Beginn haben wir hauptsächlich kurzlaufende Aufträge entgegengenommen, um uns einen Kundenstamm aufzubauen und uns bekannter zu machen. Inzwischen haben wir uns strategisch entwickelt: Wir konzentrieren uns nun auch auf langlaufende Mandate. Dies ist mit Sicherheit verbunden. Mittlerweile hat albrings + müller über 300 Projekte von mehr als 180 Kunden verschiedenster Größenordnung erfolgreich abgeschlossen. Dieser Kundenkreis hat es uns erlaubt, stetig weiter zu wachsen. Aktuell zählen wir 35 Mitarbeiter und haben drei Niederlassungen – und wir sind weiterhin auf Wachstumskurs. 

Müller: Wichtig ist es dabei, stets die Strategien zu hinterfragen und auszuarbeiten. Denn das bedeutet, Weichen zu stellen: Wohin entwickelt sich das Unternehmen? Welche Kompetenzen sind gefordert? Was fordert der Markt von uns? Das sind Fragen, für die wir uns Zeit nehmen. Außerdem haben wir unser anfänglich bestehendes Netzwerk schnell erweitert.

Was motiviert Euch und Eure Mitarbeiter?

Müller: Wir geben jeden Tag unser Bestes, weil wir unternehmerisch etwas erreichen wollen. Wir wollen den Markt auch ein Stück weit mitprägen und mit spannenden Projekten die Themen in der Immobilienwelt inhaltlich weiterentwickeln. Ich glaube, wir alle bei albrings + müller haben einen ausgeprägten Qualitätsanspruch.

Albrings: Unsere Mitarbeiter motiviert es auch, dass sie in Unternehmensfragen gehört werden und mitsprechen dürfen. Wir legen großen Wert auf Weiterentwicklung – das betrifft das Unternehmen insgesamt wie auch jeden Einzelnen.

Was kann man in Zukunft von albrings + müller erwarten?

Albrings: Unser Fokus liegt nach wie vor auf Beratungsprojekten, bei denen wir als Dienstleister mit technischer und kaufmännischer Expertise agieren. Wir entwickeln uns aber stetig weiter und eignen uns das Know-how an, um unsere Kunden in jedweder Situation zu unterstützen. Gute Beratung in guten und in schlechten Marktphasen bedeutet Sicherheit. Dies ist uns persönlich sehr wichtig – schließlich fühlen wir beide uns für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und albrings + müller verantwortlich.